Saisoneröffnung im Bahnhofscafé

Gleichgültig ob Christi Himmelfahrt, Herren- oder Vatertag: Ab 26. Mai 2022 gibt es im Bahnhof Küstrin-Kietz wieder Kaffee, Kuchen und Kultur
Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Fassade des letzten Bahnhofs vor der Oder an der RB 26 eröffnet der Verein Kietz-Bahnhof/Dworzec Chyza e. V. die Sommersaison. An jedem Wochenende von 11 bis 18 Uhr finden Durstige und Hungrige hier leckeren Kuchen des Kietzer Bäckers, frisch gebrühten Kaffee und jede Menge Infos zum Oderbruch. Der Verein arbeitet außerdem mit Hochdruck an zwei neuen Sonderausstellungen zur Umbruchszeit nach 1990 in Küstrin-Kietz und zum Oderhochwasser 1947.

Deutsch-Polnisches Modelleisenbahnprojekt hat begonnen

Die Anlage im Rohbau

Zwischen 1950 und 1990 gab es beiderseits der Oder den großen Verschiebe/Rangierbahnhof Kostrzyn-Kietz. Hier arbeiteten über 350 Leute. Dieser Verschiebebahnhof war auch ein Ort deutsch-polnischer Kommunikation – unter sehr besonderen Bedingungen. Beiderseits der Oder leben noch viele Eisenbahner, die dort gearbeitet haben und sich erinnern.
Eine Gruppe junger und vor allem alter Deutscher und Polen aus Kostrzyn und Küstriner Vorland baut die Landschaft zwischen den Bahnhöfen Kietz und Kostrzyn zur Zeit von DDR und VR Polen unter Anleitung erfahrener Modellbauer nach alten Fotographien und Erinnerungen für ein etwa 20×2 Meter grosses Modell im Maßstab 1:120 nach. Neben dem Eisenbahngeschehen wird das Modell auch DDR/VR Polen-Alltagsszenen sicht-und erlebbar machen—:Arbeiter, Handwerker, Kleingärtner in ihren Anlagen, Einkaufende vor ihren Geschäften, die sowjetische Garnisionen auf der Oderinsel, Auto- und Fahrradverkehr, Schmuggler auf der Eisenbahnbrücke, Angler an der Oder, Schüler und Kindergartenkinder
usw.
In mehreren Begegnungen treffen sich über ein Jahr lang junge und vor allem alte deutsche und polnische Enthusiasten und bauen gemeinsam an diesem Modell. In dieser generationsübergreifenden deutsch-polnischen Zusammenarbeit soll ein Netz von neuen Bekanntschaften, grenzübergreifender Kommunikation, historisches Bewußtsein und Aufmerksamkeit für die Geschichte der beiden gegenüberliegenden Grenzorte entstehen. Junge
und alte Menschen werden zusammengeführt.

Unser Projekt ist auch eine grenzübergreifende historischen Werkstatt, die die Verbundenheit der Bewohner der beiden Orte mit ihrer Region und ihrer Geschichte stärkt . Erfahrene Modellbauer lernen die Teilnehmer an, sie unterstützen sie und vermitteln ihnen Fähigkeiten im Modellbau.
Ein Sprachmittler hilft bei der Verständigung.

Das Projekt wird vom Klein-Projekte-Fonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA gefördert